Ich habe den Musikteil als Nebenzweig geplant — eine Viertelstunde am Ende, ein Platz für Proben und Ideen. Deine vier Zeilen im Kasten daneben haben das geändert. Was Du beschreibst, ist keine Ablage, sondern das, was ein kleines Studio mit drei Leuten vor fünf Jahren geleistet hätte: schreiben, arrangieren, aufnehmen, filmen, anmelden, planen. Das Meiste davon geht heute an einem Küchentisch. Nicht alles davon geht gut, und nicht alles davon solltest Du wollen. Deshalb hier, Zeile für Zeile: was es Dir bringt, was es Dich kostet — und wo die Grenze liegt.
Eines vorweg, weil es Deine Rechte betrifft: Die GEMA meldet Werke von Menschen an. Was eine Maschine allein komponiert hat, ist kein Werk in diesem Sinn. Die Regel für alles Folgende lautet deshalb: Die Komposition bleibt Deine. Die Maschine darf Werkzeug sein — Demo, Arrangement, Bild, Schnitt, Formular — nie Urheber.
Deine Worte, Nachtrag Kapitel VIII
Produktion von KI-basierten Musikvideos
Produktion von KI-basierten Songs/Kompositionen
GEMA-Anmeldungen von eigenen Songs/Kompositionen
Termin- und Probenplanung für die Band
… und da fällt mir bestimmt noch mehr ein.
In der Reihenfolge, in der sie Dir am schnellsten etwas bringen — nicht in der Reihenfolge, in der Du sie aufgeschrieben hast.
01 · PLANUNG
Das Bandbuch der Wheelwalkers
Proben, Auftritte, wer kommt, wer fehlt, was offen ist. Kein Kalender, den man pflegen muss, sondern eine Seite, der man Sätze sagt: „Probe Donnerstag fällt aus, Ersatz nächste Woche“ — und sie räumt auf, fragt nach, erinnert. Dazu die Setliste, die weiß, welches Stück ihr wann zuletzt gespielt habt.
NutzenDie Band läuft, ohne dass Du der Einzige bist, der den Überblick hat.
AlleinEin Abend zum Einrichten, danach zwei Minuten pro Woche — per Sprachnachricht, wenn Du willst.
BegleitetZehn Minuten am Bautag. Wir bauen es live, Du trägst die nächste Probe ein.
02 · RECHTE
Werkverzeichnis & GEMA
Jeder Titel mit Mitautoren, Anteilen, Status: gemeldet, offen, Werknummer. Das Instrument bereitet die Werkanmeldung vor — Titel, Beteiligte, Verteilung, Instrumentierung — bis zu dem Punkt, an dem nur noch Deine Bestätigung im GEMA-Portal fehlt. Es merkt sich auch, was Du seit Jahren nicht gemeldet hast.
NutzenKein ungemeldeter Titel mehr. Tantiemen, die bisher liegen bleiben, bleiben nicht mehr liegen.
AlleinZwei bis drei Stunden einmalig für den Bestand, danach zehn Minuten pro neuem Titel.
BegleitetAm Bautag zwei Titel als Vorlage. Den Bestand tragen wir beim zweiten Nachmittag nach.
03 · KOMPOSITION
Songs & Demos — Deine Melodie, die Maschine arrangiert
Du summst eine Melodie ins Telefon oder spielst zwei Akkorde: Daraus wird ein Leadsheet mit Noten und Akkorden, ein Arrangement mit Bass, Schlagzeug, Streichern, ein Demo in Bandbesetzung — in Stunden, nicht Wochen. Texte lassen sich übersetzen, umstellen, auf Silben prüfen. Die Band probt mit einer fertigen Skizze statt mit einer Beschreibung.
NutzenAus einer Idee am Sonntag wird eine Probe am Donnerstag. Und Deine Ideen gehen nicht mehr verloren.
AlleinLernkurve von einigen Wochen; zwei bis drei Werkzeuge mit Monatsabo. Danach ein bis zwei Stunden pro Demo.
BegleitetDer zweite Nachmittag: Wir produzieren einen Deiner Titel von der Skizze bis zum Demo. Danach kannst Du es allein.
04 · BILD
Musikvideos — aus einem Foto ein bewegtes Bild
Das Bild über diesem Kapitel ist so entstanden: ein Satz Beschreibung, ein Standbild, daraus zehn Sekunden Film. Für ein ganzes Video: Deine Aufnahme, ein paar Fotos von Euch, eine Stimmung — und ein Schnitt, der auf den Takt sitzt. Kein Kamerateam, kein Drehtag. Wo echte Menschen im Bild sein sollen, bleibt es echtes Material; die Maschine baut die Welt darum herum.
NutzenDie Wheelwalkers haben etwas, das man verschicken kann — an Veranstalter, an Freunde, an Anna-Lena und Helene.
AlleinMöglich, aber die Werkzeuge sind launisch und kosten pro Versuch. Rechne mit Tagen und Frust für das erste Video.
BegleitetEin Nachmittag für das erste Video, ein bis zwei Stunden für jedes weitere. Ich bringe die Werkzeuge mit, Du die Musik.
Keine Werbung, keine Zukunft. Alles hier funktioniert heute, an einem Rechner wie Deinem. Manches davon willst Du, manches nicht — aber Du solltest wissen, dass es existiert.
Die Skizze im Auto
Eine Melodie ins Telefon gesummt, im Volvo, auf dem Weg zum Tennis. Am Abend liegt sie als Notenblatt mit Akkorden im Bandbuch. Nichts geht mehr verloren.
Das Demo in Bandbesetzung
Aus Leadsheet und drei Sätzen Beschreibung („langsam, warm, Streicher ab der zweiten Strophe“) entsteht ein hörbares Demo. Die Band hört, was Du meinst, statt es zu erraten.
Das Archiv, das antwortet
Alle Aufnahmen, Texte, Versionen an einem Ort — und Du fragst in Sätzen: „Welche Fassung von dem Stück hatten wir im Sommer?“ Suchen wird zu Fragen.
Der Text in zwei Sprachen
Ein Stück auf Deutsch, dieselbe Silbenzahl auf Englisch oder Spanisch — für Mallorca, wenn Du willst. Der Reim bleibt, die Betonung stimmt.
Die Anmeldung, die sich selbst ausfüllt
Werkanmeldung, Setlisten-Meldung nach Auftritten, Nutzungsübersicht Deiner Bibliothek — vorbereitet, Du bestätigst. Rechte, die man nicht vergisst.
Das Bild, das sich bewegt
Ein Foto von der Terrasse, ein Satz, zehn Sekunden Film — wie oben. Für ein Plattencover, ein Konzertplakat, einen Gruß an die Töchter. Kein Studio, kein Team.
Wo sich die Linien berühren
Musik, die seit Jahren Vermögen ist.
Deine Beteiligung an der Musikbibliothek ist der Beweis, dass die beiden Linien nie getrennt waren: Musik, die anderen gehört hat, bringt Dir Einkommen — und Musik, die Dir gehört, könnte es auch. Das Werkverzeichnis der Wheelwalkers und der Tantiemen-Baustein der Bibliothek sind dasselbe Prinzip in zwei Richtungen: wissen, was man hat, und es nicht liegen lassen.
Deshalb steht die Musik in diesem Instrument nicht neben dem Vermögen. Sie ist ein Teil davon — der, den Du am liebsten hast.